© Jeannot Weber

Roman villa Miecher

Wo? Parking CR 189, L-8358 Goeblange

"Gallo-römische Stätte" Goeblange

Bei der villa rustica von Goeblingen-„Miecher“ handelt es sich um einen größeren gallorömischen Gutshof des Treverergebietes. Die im frühen 1. Jahrhundert erbaute Anlage umfasst eine umwallte Fläche von 5 Hektar mit mindestens sieben Steingebäuden. Neben dem luxuriösen Herrenhaus, dem ehemaligen Herrenhaus, einem weiteren Wohngebäude und einem kleinen Tempelchen vervollständigen drei Nebengebäude das heutige Bild.

Interessant ist, dass um 30 n.Chr., kurz nach dem Niederschlag der treverischen Revolten, der Eigentümer mit den bisherigen keltischen Traditionen brach und sich ein Mausoleum nach römischem Vorbild errichten ließ.

Im Zuge der Germanenüberfälle des späten 3. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus in einen Burgus, eine zivile Verteidigungsanlage, umgebaut. Ein Bollwerk, bestehend aus drei Verteidigungsgräben, drei Erdwällen, einer Holzpalisade sowie einem massiven Wachturm, ermöglichte es den Bewohnern sich gegen anstürmende Barbarenhorden zu schützen. Anfang des 4. Jahrhunderts, zu Zeiten Konstantins des Großen, dem Erneuerer des Römisches Reiches, wurde der Burgus zurückgebaut und die Villa erlebte eine neue kurze Blüteperiode. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts, in den Wirren der Völkerwanderung, wurde der Gutshof verlassen und verfiel im Laufe der Zeit, bis er 1964 durch Pfarrer Georges Kayser wiederentdeckt wurde.

Vom Parkplatz am CR 189 zwischen Goeblingen und Simmerschmelz aus geleiten Hinweistafeln den Besucher durch die Epochen der Steinzeit, der Bronzezeit und der Kelten bis zu den gallorömischen Steinbauten. Sechs Gebäude mit wieder aufgebauten Grundmauern, das Mausoleum sowie der Nachbau der spätantiken Verteidigungsanlage können ganzjährig bei freiem Eintritt besichtigt werden. Etliche Hinweistafeln erläutern jedes Gebäude und jeweils einen Aspekt der gallorömischen Kultur. Wer sich die fünf Grabhügel der keltischen Gutsbesitzer ansehen möchte, folgt dem Waldweg für etwa 500 Meter und erreicht so einen kleinen mit einer Amphore gekennzeichneten Pfad und das insgesamt 13 Bestattungen umfassende Gräberfeld von Goeblingen-Nospelt.

Gruppenführungen für beide Stätten können bei den „d’Georges Kayser Altertumsfuerscher“ unter gka@gka.lu angefragt werden.

Kontakt

Adresse: Georges Kayser Altertumsfuerscher
Rue de l'Ecole
L-8358 Goeblange
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